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VNT

Wir sind Mitglied im Verband niedersächsischer Tierschutzvereine e.V. (VNT)

Was machen eigentlich die Papageien im Winter?

Schon bevor die Wildtierhilfe in Mittelstendorf im letzten Jahr die Fundtierversorgung übernommen hat, hierbei handelt es sich in der Regel um aufgefundene Katzen und Hunde, haben hier schon exotische Haustiere, wie z.B. Papageien Hilfe gefunden.

Streng genommen handelt es sich hierbei aber nicht um Haustiere, sondern um exotische Wildtiere. Im Gegensatz zu Hunden oder Katzen, die über Jahrtausende von Menschen zu Haustieren gemacht wurden (Domestikation), handelt es sich bei den Papageien nach wie vor um Wildtiere, die von Menschen gehalten werden. Ältere Papageien sind sogar oftmals noch Wildfänge. Bei dem größten Teil der ca. 40 Papageien in der Station fehlen die notwendigen Nachweise, die den Tieren eine legale Herkunft bescheinigen. "Diese Tiere dürfen nicht an private Halter abgegeben werden," so Stationsleiterin Diana Erdmann. "Wir dürfen die Tiere dann nur an zoologische Einrichtungen abgeben und deren Kapazitäten sind in der Regel erschöpft." Die meisten Papageien sind daher Langzeitbewohner, jeder mit seiner eigenen Geschichte. Als Wildtiere leben sie in ihrer warmen Heimat sehr sozial, zum Teil in größeren Gruppen, aber zumindest als festes Paar. Das heißt die Tiere brauchen ihre Artgenossen und das kann kein Mensch ersetzen. "In der Wildtierstation haben viele der Papageien zum ersten Mal Kontakt zu ihren Artgenossen", erklärt Diana Erdmann. "Leider sind viele Papageien, die einzeln gehalten werden verhaltensauffällig und behalten dies auch oft bei, wenn sie später zusammen mit Artgenossen leben". Coco ein Graupapagei rupft sich z.B. selbst die Federn aus. Coco wird dieses Verhalten wahrscheinlich sein Leben lang behalten. Ohne Federn ist es bei extremer Kälte für ihn natürlich zu kalt. Die Tierpfleger holen ihn daher in die warme Futterküche. Aber auch die anderen Papageien brauchen beheizte Räume. Der Winter ist daher extrem kostenintensiv für die Station. Die Unterkünfte für die Papageien müssen zusätzlich mit Gasflaschen beheizt werden. Der größte Teil der Station wird mit Holz beheizt, daher werden auch gern Brennholzspenden angenommen.

Um ihre breit gefächerte Aufgabe im Sinne des Tierschutzes leisten zu können, muß sich die Auffangstation zu einem großen Teil über Spenden finanzieren. Wer die Wildtierhilfe unterstützen möchte, kann dazu das Konto 8196420 bei der Kreissparkasse Walsrode, BLZ 25152375 nutzen. Weitere Informationen bekommen Interessierte im Internet unter www.wildtierhilfe.de oder telefonisch unter 05191 3968 (zwischen 9 und 16 Uhr).